Die Reisebusse 3169 und 4419 sind - wie in meiner "Rechtfertigung" beschrieben - Schuld daran, dass ich überhaupt zu Playmobil® gekommen bin. Mit der Zeit habe ich immer wieder etwas an den Bussen geändert, so dass inzwischen zwei individuelle Modelle entstanden sind, die einiges zu bieten haben:
LED-Beleuchtung

Das Highlight der Busse ist sicherlich die LED-Beleuchtung. Der Wunsch danach keimte schnell auf, nachdem ich die beiden Busse mit dem RC-Set (3670) ausgerüstet hatte. Also habe ich mir die dazu notwendigen weißen und roten LEDs gekauft und mich an die Arbeit gemacht. Um die Stromversorgung des RC-Sets verwenden zu können mussten noch passende Wiederstände eingesetzt werden. Obwohl im Bus eigentlich noch zielmich viel Hohlraum vorhanden ist, war es nicht ganz einfach alle Kabel und Wiederstände unterzubringen. Ich war froh als die Busse wieder geschlossen waren und alles funktionierte.

Um die LEDs zu befestigen habe ich bei den Rücklichtern einfach ein passendes Loch in die Rückleuchten gebohrt. Für die Frontbeleuchtung habe ich die in- neren Kegel des Frontelements glatt ge- schnitten. Diese Kegel sorgen normaler- weise für eine Scheinwerfer-Optik, verhin- dern aber das Durchleuchten von hinten. Die LEDs wurden schließlich hinter den abgeflachten Kegeln mit der Innenein- richtung verklebt.

Das Foto rechts erlaubt einen direkten Vergleich der Scheinwerfer; unten die modifizierte Variante nach Einbau der LEDs, oben das Standard-Modell.

Insgesamt hat das Ergebnis dieses Umbaus mich selbst überrascht - die Beleuchtung sieht sehr gut aus, auch die Reflektionen auf dem Boden direkt vor dem Bus sind gleichmäßig geworden. Zudem sind die weissen LEDs so hell, dass es sich perfekt bei Dunkelheit fahren lässt.
Cockpit, Inneneinrichtung und TV-System

Das Cockpit der Busse habe ich mit Tei- len von diversen Playmobil®-Aufklebern beklebt. Außerdem habe ich ein Naviga- tionsystem eingebaut. Hierzu habe ich einen GPS-Empfänger (ETN 30 23 7350) bearbeitet: Den Griff und die Antenne entfernt, wobei ich die Antenne wieder in neuer Position angeklebt habe. Das Foto rechts zeigt einen Vergleich des Innen- raums mit einem unverändertem Modell.


Den Innenraum der Busse habe ich durch einen farblich zum jeweiligen Bus passenden Tepich und eine Dachverkleidung ausgestaltet. Als Basis hierzu habe ich ein einfaches Kästchenmuster verwendet, angelehnt an den Aufklebern der Flugzeuge (3185, 3187 und 5726). Die notwendigen Teile für den Gang, die Stufen und die Decke habe ich im Vektografikprogramm passend gestaltet und auf gutem Papier ausgedruckt. Der Teppich wurde dann mit normalem Kleber befestigt.

Die Ausdrucke für die Dachverkleidung habe ich auf Pappe geklebt. Dies dient der Stabilität und ist Basis für das TV-System. Für dieses kamen je zwei Note- books (ETN 30 45 2500 und 30 45 2510) zum Einsatz. Das Basis-Teil mit der Tastatur wurde oben, auf der unbedruckten Seite, auf die Pappe geklebt. Die Leiste für die Scharniere des Bildschirms wurde durch einen Schlitz in der Dachverkleidung nach unten durch- geführt. Daran konnte der Bildschirm nun verkehrt herum angesetzt werden. Das erlaubt das vollständige Einklappen der Bildschirme trotz der Stärke der Pappe. Schließlich wurde das Ganze am Dach festgeklebt. Um allen Passagieren eine gute Sicht auf die Monitore zu geben, habe ich beide am vorderen Dachelement befestigt. Auf dem Bild links sieht man die Dach- elemente mit Verkleidung und Monitoren. Die Ver- kleidungsvariante links ist für den Airport-Bus 4419, rechts die buntere Variante für den Travel-Bus (3169).
Kofferraum

Um alle Koffer der Resisenden unterzubringen habe ich den Koferraum modifiziert. Eine zweite Ablage erlaubt das Verstauen weiterer Koffer. Hierzu habe ich das durchsichtige Regal (ETN 30 25 2890) verwendet. Ich habe es mit Heißkleber an der Rückwand befestigt. Damit die Koffer nicht herunterfallen habe kam ein Gurt (ETN 30 81 1880) zum Einsatz - die passenden Stifte zur Befestigung sind mit Heißkleber geformt. Der Kofferraum des Airport-Busses ist etwas anders gestaltet. Die zweite Ablage is höher montiert, daher habe ich eine Strickleiter montiert - wie sonst soll der Busfahrer die obere Ablage erreichen? Die Strickleiter kann an einem System X Clip (ETN 30 21 0700) unter der Ablage befestigt werden.

Für den Feuerlöscher und die Taschenlampe habe ich die Feuerlöscherhalterung (ETN 30 03 2420), bzw. ein System X Clip (ETN 30 20 9950) an die Seitenwand geklebt. Im Bus 4419 kamen noch weitere Clips hinzu: Für einen Besen und das Abschleppseil. Das Foto unten zeigt den gut ausgenutzen Kofferaum.
Aufkleber

Mit diversen Aufklebern habe ich die Busse weiter nach meinem Geschmack ange- passt. Für die Außenspiegel habe ich Spiegelfolie, wie sie in einigen Playmobil®-Sets verwendet wird, zurecht geschnitten. Der Einstiegsbereich wurde durch ein paar Auf- kleber aufgewertet: Die unteren beiden Stufen bekamen eine realistischere Oberfläche und ein weiterer Aufkleber simuliert Einstiegsleuchten.

Zum ersten Mal eigene Aufkleber habe ich angefertigt, um den Bussen eine realistische Sterne-Bewertung zu geben. Dazu habe ich mit nach Original-Vorlage eine Plakette des Gütezeichen RAL Buskomfort angefertigt. Diese habe ich dem Vorbild entsprechend auf die Tür (siehe Foto oben rechts) und die Heckscheibe geklebt.

Der Bus 4419 hat noch weitere Aufkleber bekommen. Um die unbedruckte Heckklappe an das Airport-Design anzupassen habe ich den großen Globus-Aufkleber des Airport-Towers 4313 (ETN 30 88 3442) verwendet. Der Aufkleber wurde entsprechend zurecht geschnitten um genau auf die Heckklappe zu passen. Außerdem habe ich kleine gelbe Aufkleber ausgeschnitten und als seitliche Positionslichter verwendet. Zwei kleine rote Aufkleber (aus Set 4315, ETN 30 88 3252) dienen oben am Heck als zusätzliche Rückleuchten.
Getönte Scheiben

Die neueste Veränderung an den Bussen: getönte Scheiben. Die Idee hierfür schwebte mir schon lange im Kopf herum. Das Problem war die Umsetzung. Der erste Ansatz mit einem getönten Sonnenkeil für die Windschutzscheibe scheiterte bereits im Ansatz. Die Folie bis zum Rand sauber zu befestigen ist nicht wirklich möglich.

Bei Kauf von Sprühdosen entdeckte ich im Baumarkt einen durchsichtigen Tö- nungslack. Diesen kaufte ich und ver- suchte ich mich zunächst an einer Er- satzscheibe. Dieser erste Versuch war nicht gerade vielversprechen. Eine sau- bere Tönung ohne Nasen zu bekommen ist sehr schwierig. Schließlich befestigte ich alle Scheiben auf einer großen Pappe, um alle Teile in einem Durchgang zu besprühen. Damit erreichte ich einen gleichmäßigen Lackauftrag und den gesünschten Erfolg. Nun sehen die Busse nochmals deutlich besser aus.
Weitere Ideen und Veränderungen

Neben den getönten Scheiben ist die wohl markanteste optische Veränderung der Einsatz der Radkappen des Racing-Trucks 3613 (ETN 30 08 2690). Diese gefallen mir gut, da sie die Räder größer erscheinen lassen.

Damit die Fahrgäste besser ein und aussteigen können, kam noch ein Griff (ETN 30 04 3780) seitlich an den Einstiegsbereich. Der Griff rundet den Einstiegsbereich endgültig ab, wie schön auf dem Foto weiter oben rechts zu sehen ist.

Eine weitere Kleinigkeit war das Bohren eines Lochs in den Dach-Aufsatz (ETN 30 23 3260), um ihn trotz der RC-Antenne verwenden zu können. Damit ist das unschöne und für die Antenne zu große System X-Loch abgedeckt.

Das Bild unten zeigt einen direkten Vergleich zwischen dem unmodifizierten Bus 4419 und der modifizierten Variante. Weitere Fotos der Busse sind in der Playmobil®-Album im Bereich Fotografie zu finden.
28.08.2008